Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2014

hier geht’s zur offiziellen Ergebnisseite der Stadt Wiesloch.

Wahlergebnisse 2009

Das war ein Abend! Beinahe hätten wir sogar die CDU noch gepackt! Über Stunden lieferten wir uns in den „Hochrechnungen“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU. Oft lagen wir vor den um 7,7% heruntergestutzten Konservativen. Nur ein Prozent Rückstand trennte uns zum Schluß vom Platz 1 in der Stadt. In der Kernstadt sind wir bereits heute die stärkste Partei. Mit 8 Mandaten gab es nochmals ein Mandat mehr. Dr. Gerhard Veits hat mit 6.143 Stimmen die meisten Stimmen aller Kandidaten erhalten, Susanne Merkel-Grau ist mit 4.142 Stimmen die Stimmenkönigin bei den Frauen. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben.

Mit 23,65 % der Stimmen feierten die Wieslocher Grünen einen Riesenerfolg bei der Gemeinderatswahl. Dem Einbruch der CDU von – 7,7 % stand eine Steigerung um 3,1 % bei uns gegenüber. Die SPD haben wir mit noch deutlicherem Abstand wieder auf Platz 3 verwiesen. Im Folgenden heben wir besondere Aspekte des Ergebnisses und des Wahlkampfes heraus.

Grüne Gemeinderatsergebnisse in Wiesloch der letzten 25 Jahre

1984 – 3 Sitze

1989 – 3 Sitze 30Sitze

1989 – 3 Sitze

1989 – 3 Sitze 30Sitze

1994 – 6 Sitze

1994 – 6 Sitze 60Sitze

1999 – 6 Sitze

1999 – 6 Sitze 60Sitze

2004 – 7 Sitze

2004 – 7 Sitze 70Sitze

2009 – 8 Sitze

2009 -8 Sitze 80Sitze

 

Das Ergebnis der Gesamtstadt

Stimmen

in %

+/-

Sitze

CDU 62.986 24,74  – 7,71  9 (-3)
Grüne 60.203 23,65 + 3,12  8 (+1)
SPD 51.363 20,18 +0,47  7
Freie Wähler 43.999 17,28 + 1,36  6
WGF 14.757 5,80 – 0,04  2
Frauenliste 8.246 3,24 + 0,14  1
FDP 13.025 5,12 + 3,34  1 (+1)

 

Diese Wahl setzt damit den ungebrochenen Aufwärtstrend der Wieslocher Grünen bei Kommunalwahlen fort. Unabhängig von bundespolitischen Stimmungen und Trends kann die grüne Arbeit vor Ort immer mehr Menschen erreichen und überzeugen. Insbesondere werden wir zurecht als Vertreter/innen von jungen Menschen und Familien mit Kindern wahrgenommen.
Das sind die bisherigen Ergebnisse der Grünen bei Gemeinderatswahlen, eine einzige Erfolgsgeschichte:

1984

7,90% (3 Mandate)

1989

9,34% (3 Mandate)

1994

17,32% (6 Mandate)

1999

18,56% (6 Mandate)

2004

20,53% (7 Mandate)

2009

23,65% (8 Mandate)

Die Wahl 2009 war geprägt durch die massiven Verluste der CDU, die aber nicht wie sonst an die Freien Wähler gingen, sondern entweder zu uns Grünen oder zur FDP, einer Partei, die bislang nicht im Rat vertreten war.

Grüne Positionen überzeugten

Dass wir in Wiesloch-Stadt mit 27 % inzwischen die stärkste Kraft sind, beweist die Richtigkeit unserer Politik. Die Mehrheit der Bürger verurteilt die Zerstörung der Äußeren Helde und will kein Parkhaus am Bahnhof oder gar eine unsinnige Umgehungsstraße. Das sind die Positionen, die wir im Wahlkampf klar herausgestellt haben.

Stimmen-Ranking: Green at its best

Das sind die 10 Bewerber/innen mit den höchsten Stimmenzahlen:

Dr. Veits, Gerhard (Grüne Platz 6)  6.143

1989 – 3 Sitze 61Sitze

1989 – 3 Sitze

1989 – 3 Sitze 56Sitze

1994 – 6 Sitze

1994 – 6 Sitze 49Sitze

1999 – 6 Sitze

1999 – 6 Sitze 41Sitze

2004 – 7 Sitze

2004 – 7 Sitze 40Sitze

2009 – 8 Sitze

2009 -8 Sitze 39Sitze

1999 – 6 Sitze

1999 – 6 Sitze 39Sitze

2004 – 7 Sitze

2004 – 7 Sitze 37Sitze

2009 – 8 Sitze

2009 -8 Sitze 36Sitze

 

3 Grüne unter den ersten 5, Dr. Gerhard Veits ist Spitzenreiter, Susanne Merkel-Grau die einzige Frau… das spricht für eine gute Spitzenmannschaft. Aber das ist nicht alles. Die ganze Liste war klasse. Das zeigen die nachfolgenden Grafiken.

Hier finden Sie die offiziellen Ergebnisse aller Bewerber/innen.

 

Wiesloch wählt grün

hieß unser Wahlslogan und den haben die Wieslocher in der Kernstadt bereits 1:1 umgesetzt. Hier sind wir nämlich mit dieser Wahl stärkste Partei. In den Stadtteilen (noch) nicht. Die Ergebnisse für die einzelnen Stadteile:

Grüne

CDU

SPD

FWV

Wiesloch-Stadt 27,05% 23,09%  20,45%  18,34%
Baiertal 20,70% 32,95% 24,58%  4,25%
Schatthausen 17,16% 28,50% 21,71% 25,17%

 

In allen 3 Stadtteilen hatten wir Zugewinne zwischen 3 und 4 %.

Greenlands – grüne Hochburgen

Schwache Bezirke gibt es eigentlich nicht mehr. Unsere Gewinne ziehen sich durch alle Wohngebiete. Dennoch stechen zwei Stadtgebiete mit besonders hohen grünen Ergebnissen ins Auge: Die Wohngebiete im Südosten der Stadt, die die Zerstörung der Äußeren Helde live erleben und die von einer Südumgehung bedroht sind. Sie haben unsere klaren Positionen honoriert:

[counters_box]
0%
Wahlbzk 01-001 Bürgerbüro
0%
Wahlbzk 01-014 Schillerschule
0%
Wahlbzk 01-003 Grundbuchamt
0%
Wahlbzk 01-010 Merian Grundschule
[/fusion_counters_box]

Konsequenz: Im jetzt gewählten Gemeinderat gäbe es keine Mehrheit mehr für die Zerstörung der Äußeren Helde und die Enteignung zahlreicher Bürger.

Fast genauso erfolgreich aber sind wir in Altwiesloch, der Stadtteil der angeblich durch eine Umgehung entlastet werden soll. Hier honorieren die Wähler offensichtlich unsere ehrliche Position, die nichts verspricht, was eine neue Straße nicht halten kann.

[counters_box]
0%
Wahlbzk 01-015 Bürgerhaus Altwiesloch
0%
Wahlbzk 01-016 Haus Silberberg
[/fusion_counters_box]

Auch in Frauenweiler haben wir 1,6 % auf 11,05 % zulegt. Aber das ist eindeutig zu wenig. Zumal die dortige Wählergemeinschaft Frauenweiler nur geringe Verluste hinnehmen mußte und unverändert auf 2 Mandate kam. Die WGF ist aber in den vergangenen Jahren oft der rückschrittlichste Teil des konservativen Lagers gewesen und hätte für die Zerstörung der Äußeren Helde genauso eine Quittung erhalten müssen wie die CDU. Es war ein Fehler von uns, aus persönlicher Rücksichtnahme auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Georg Wittmer die direkte Auseinandersetzung mit seinen Nachfolgern nicht zu suchen. Viele Frauenweiler Wähler wissen schlichtweg nicht, was die beiden Herren jahrelang an Inhalten im Gemeinderat vertreten haben.

Hier die Auswertung der einzelnen Wahlbezirke als PDF.

 

Stammwähler wandern

Wie bedeutsam die kommunalpolitischen Themen für die Wähler sind, kann man am Vergleich der Europawahl mit GR-Wahl ersehen. Üblicherweise ist die Differenz für die Parteien leicht negativ, da zur Europawahl keine Wählervereinigungen antreten.  In Wiesloch tickt die Welt jedoch etwas anders:

Europawahl

GR-Wahl

Differenz

CDU 35,13 24,74  -10,39%
SPD 20,27 20,18 -0,09%
FDP 13,58 5,12 -8,46%
Grüne 19,06 23,65 +4,59%

 

Am selben Wahltag entscheiden sich viele Stammwähler von CDU und FDP bei der GR-Wahl komplett anders und laufen in großen Schaaren auch zu uns über. Wir haben als einzige trotz der Konkurrenz der konservativen Wählervereinigungen und der Frauenliste einen positiven Saldo. Das spricht eine klare Sprache: Die Wähler verurteilen die bisherige Politik der CDU insbesondere die Zerstörung der Äußeren Helde und die Enteignung etlicher Bürger. Sie lehnen ein Parkhaus am Bahnhof ab und wollen mehrheitlich keine weitere Umgehungsstraße im Süden der Stadt.

Junge Leute oder 4 ist manchmal mehr als 7

Als die „Neuen für Wiesloch“ präsentierten sich 7 „junge“ CDU-Kandidaten (z.Tl. über 30 Jahre alt). Auf Plakaten und Homepage konnte man bestaunen, was sie mit denselben Sprüchen und Klischees alles besser machen würden als die Alten. Sehr deutlich konnte man zwischen den Zeilen lesen, dass sie sich mehr von den eigenen Altvorderen abgrenzen wollten als von anderen Parteien. So war ein Stimmzettel zu sehen, wo nur je 3 Stimmen für die „Jungen“ vergeben wurden, die restlichen abgeblendeten CDU-Kandidaten erhielten keine Stimmen.

Wie kam das bei den Wählern an? 11.322 Stimmen haben die „7 Neuen“ zusammen bekommen. Hört sich viel an. Ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass unsere 4 wirklich jungen Grünen Jochen (23), Viktor (20), Kai (30) und Simon (22) zusammen 500 Stimmen mehr bekamen. Gewählt wurde von den 7 nur 1, bei uns von vieren zwei. Klasse Jungs!

 

Mütter mit kleinen Kindern

Es gehört schon etwas Mut und viel Engagement dazu, mit Kindergarten- und/oder Schulkindern für den Gemeinderat zu kandidieren. Umso stolzer waren wir, dass sich mit Fritzi Schult, Katharina Ebbecke, Silke Walther, Melanie Kummerow, Antje Derendorf und Bärbel Kröhn so viele bereit waren, ihre und unsere Ziele mit ihrer Kandidatur zu untersützen. Das war einmalig in der Wieslocher Parteienlandschaft! Und genauso einmalig waren die guten Ergebnisse. Beispielhaft genannt seien:

 

Katharina Ebbecke 1.785 Stimmen (auf Platz 7 vorgewählt!)
Fritzi Schult 1.769 Stimmen (Platz 9)
Silke Walther 1.602 Stimmen (Platz 10)

 

Nur eine Tücke des Wahlsystem, das uns weitere Mandate in den Stadtteilen, aber nicht in der Kernstadt bescherte, verhinderte den Einzug in den Gemeinderat. Aber nächstes Mal gilt es!

 

Merhaba!

Vor 10 Jahren waren wir noch die Einzigen. Heutzutage verzichtet keine Liste mehr auf Kandidaten mit Migrationshintergrund. Erfolg bringt das aber nur, wenn einem die Wähler auch zutrauen, Politik für Migranten und Integration zu machen. Schauen wir mal.

 

Frauen: Ademir, Esra 429 Stimmen

CDU: Erdönmez, Ender 950 Stimmen
Grüne: Celik, Ayfer 3.214 Stimmen (Gewählt)
SPD: Dogan, Gönül 694 Stimmen
FWV: Bekyigit, Orhan 1.001 Stimmen

 

Klare Antwort! Ayfer stellt auch mit Ihrem persönlichem Stimmenergebnis das dar, was sie tagtäglich lebt: eine Brücke zwischen den Welten. Sie gewinnt bei türkisch-stämmigen Wählern genauso wie bei Ur-Wieslochern. Teşekkür ederim! Vielen Dank!

Rotes Viertele

Die sich gerne als Rotes Viertele bezeichenden Sozialdemokraten sind in Wiesloch schon lange in Wahrheit gerade noch ein Fünftele. Hatten sie in den 80er Jahren noch Ergebnisse um die 30 %, so ging es in den vergangenen Jahren kontinuierlich bergab. Tiefpunkt 2004 mit 19,7 %, 2009 mehr oder minder dasselbe Ergebnis mit 20,18 % und konnte von den immensen Verlusten der CDU nicht profitieren. Das ist umso bemerkenswerter, als die Liste bewusst mit Kandidaten angereichert war, die im grünen Milieu fischen sollten. Von ihnen ist niemand gewählt worden. Es ist auch kein Geheimnis, dass wir Grüne kein gutes Verhältnis zur SPD haben und oft Ziel von Gehässigkeiten und Neidereien sind. Besonders hervor tut sich dabei Klaus Rothenhöfer, der die Fraktion immer noch dominiert. Der Wähler hat das längst durchschaut und entsprechend bewertet.

Stimmenzahl Klaus Rothenhöfer

1999 3.929 Stimmen SPD 20,55 %
2004 3.117 Stimmen SPD 9,71 %
2009 2.765 Stimmen SPD 20,18 %

Ein unerwartet mäßiges Ergebnis hat auch ihr Spitzenkandidat Lars Castellucci erzielt, der schon voll im Bundestagswahlkampf nach Berlin schielt und hier noch schnell auf Stimmenfang im Gemeinderat und Kreistag ging.  Er erzielte als Spitzenkandidat 454 Stimmen weniger als der auf Platz 6 gesetzte Dr. Gerhard Veits.