Die Grüne Fraktion hat in jüngster Vergangenheit diverse Anträge und Intiativen gestartet, um bedrohte Arten in Wiesloch besser zu schützen und Lebensäume zu erhalten.  Nach den letzten beiden Gemeinderatssitzung wollen wir kurz einen Zwischenbericht darüber geben. Unser Antrag auf ökologische Umgestaltung des Stadtwingerts ging zu ⅔ durch. Während der Erhalt des Krötenbiotops in den Becken unkritisch war, konnten wir die Umwandlung der Rasenfläche in eine Blühwiese nur mit einer knappen Mehrheit von 13:12 Stimmen durchsetzen. Die in Wahlkampfzeiten besonders großen ökologischen Kräfte der Stadt SPD und CDU stimmten bemerkenswerterweise dagegen. Leider abgelehnt wurde der von Gabi Lachenauer vorgetragene Einstieg in das urban gardening. Hier alle Konservativen CDU/SPD/FWV… vereint dagegen. Schade!

Unserem Antragspaket „Erhalt der Artenvielfalt – „Rettet die Bienen” wurde mit einer Ausnahme komplett abgelehnt. In der Regel stimmten alle natürlich kräftig dazu aufgefordert von OB Elkemann gegen die Einzelanträge. Der eine der durchkam, war die Sache jedoch Wert.  Denkbar knapp mit 13:12 Stimmen wurde beschlossen: „Die Stadt Wiesloch verzichtet auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden auf ihren Flächen. Die Stadt Wiesloch nimmt soweit wie möglich Einfluss auf die Pächter ihrer Flächen ebenso zu verfahren.“  Er wird spürbare Auswirkungen haben. Die Verwaltung hatte zu jedem Antrag von uns einen Gegenvorschlag vorgelegt, um möglichst alle zu verhindern. Zu Teil waren das wertlose Formulierungen, die nur die bereits existierende Gesetzeslage wiedergaben. Zum Teil waren es fast lächerliche Umformulierungen ohne erkennbaren Unterschied zu unserem Antragstext. Hier ist der Link zum Kurzprotokoll.

Katharina Ebbecke hat dazu noch in der April-Sitzung angeregt, dass bei Wohngebieten festgesetzt wird, auf Schotterflächen und Steinwüsten im Grünbereich künftig zu verzichten. Das kann die Stadt im Bebauungplan festsetzen. Wir liessen es bewußt bei einer Anregung und stellten es wohlweislich nicht zur Abstimmung. Mal sehen, was die Verwaltung daraus macht. Wir fragen bei nächster Gelegenheit nach.

Dr. Gerhard Veits