Auf dieser Seite geben wir einen Rückblick auf die Personen und Fraktionen, die Bündnis 90/Die Grünen im Wieslocher Gemeinderat über die vielen Jahre vertreten haben. Vorweg die Entwicklung der  Wahlergebnisse über die letzten 35 Jahre.

 

1984 bis 1989

Die Grünen sind in Wiesloch 1984 erstmals zu einer Gemeinderatswahl angetreten. Kaum ein Jahr nach der Gründung kandidieren wir mit neuen Ideen und einer unvollständigen Liste (12 von 32 Kandidat*innen) und ziehen unerwartet mit 7,9 % und 3 Stadträten in den Gemeiderat ein. Gewählt wurden Wolfgang Meny, Herbert Saiko und Dr. Roland Münz-Berti. Ein Foto der ersten Fraktion fehlt uns leider bislang noch. Der damalige OB Wolfgang Fürniß glaubte damals, die Grünen seien eine vorübergehende Erscheinung.

 

1989 bis 1994

 

Mit komplett neuer Mannschaft und Frauen auf den Spitzenplätzen legen wir auf 9,4 % zu und erreichen wiederum 3 Mandate. Wir konnten für Wiesloch und Schatthausen eine vollständige Liste präsentieren. Gegen uns trat eine „Alternative Liste“ aus DKP und anderen Linken an. Das Foto entstand bei der Stimmenauszählung am Wahlabend im Rathaus. Erste Reihe von links nach rechts die gewählten Stadträt*innen: Rosel Neumann, Dr. Gerhard Veits, Ute Dolderer.  Daneben die Alt-Stadträte Wolfgang Meny, 2. Reihe Mitte Herbert Saiko.
Mit unserer Fraktion zogen in dieser Wahl erstmals junge Frauen mit kleinen Kindern in den männerdominierten Gemeinderat ein. Das zeichnet die Grüne Fraktion bis heute aus.

 

1994 bis 1999

Bei der Wahl 1994 können wir erstmals mit einer vollständigen Liste antreten. Wir machten einen mächtigen Satz und gewannen mit 17,3 % 6 Mandate im Gemeinderat. Gleichzeitig sind  wir erstmals zur Ortschaftsratswahl in Baiertal angetreten und erringen dort 2 Mandate. Das Foto zeigt die Gemeinderäte und Ortschaftsräte zusammen.
Von links nach rechts: Dieter Bruder, Ute Dolderer, Rosel Neumann, Ursula Toewe, Dr. Gerhard Veits, Ruppert Gänzler (OR), davor sitzend Bettina Zedlitz-Zuber und Ulrich Zuber (OR)
Wir waren wieder eine sichtbar junge Truppe mit Frauenmehrheit und vielen guten Ideen und Initiativen. In der Wahlperiode gab es einen Wechsel: Ursula Toewe schied während der Amtszeit aus, Jacqueline Lenz rückte nach.

 

1999 bis 2004

1999 war ein schwieriges Wahljahr. Die seit einem Jahr regierende erste rot-grüne Regierung war nach Beginn des Kosovokrieges auf dem Tiefpunkt ihrer Popularität angelangt, die grünen Fraktionen wurden bei dieser Wahl reihenweise halbiert. Wir gewinnen gegen den Trend hinzu: 18,5 %, 6 Mandate. Wir hatten zum zweiten Mal eine offene Liste, auf der auch Nicht-Mitglieder kandidierten.
Stehend von links nach rechts: Ute Dolderer, Susanne Merkel-Grau, Kai Schmidt-Eisenlohr, Rosel Neumann,
sitzend: Bettina Zedlitz-Zuber, Dr. Gerhard Veits

Mit Kai Schmidt-Eisenlohr schaffte es erstmals ein sehr junger Kandidat Anfang 20 in den Gemeinderat. Auch das sollte typisch die nachfolgenden Grünen Fraktionen werden.
Zweimaliger Wechsel innerhalb der Wahlperiode: Für Bettina Zedlitz-Zuber rückte Natascha Donabauer nach und für diese wiederum Britta Eger.

 

2004 bis 2009

20,53 %, 7 Mandate, wir überholen die SPD und sind erstmals zweitstärkste Kraft – trotz Konkurrenz durch eine neu angetretene Frauenliste. Die immer heftiger werdende Auseinandersetzung um die Äußere Helde beschert uns ein extrem gutes Kernstadt-Ergebnis und das 7. Mandat. Dr. Gerhard Veits erzielt gar die meisten Stimmen aller Parteien. Wir sorgen wieder für ein Novum im Rat: Erstmals zieht mit Ayfer Celik eine türkisch-stämmige Frau in den Gemeinderat ein und verleiht so vielen Migrant*innen Stimme und Vertretung.

Hintere Reihe von links nach rechts: Dr. Gerhard Veits, Kai Schmidt-Eisenlohr, Günter Schroth
Vordere Reihe von links nach rechts: Rosel Neumann, Susanne Merkel-Grau, Ayfer Celik, Britta Eger

 

2009 bis 2014

23,6 %, 8 Mandate. Es geht weiter bergauf. Noch ein Mandat mehr. Wir holen sowohl ein Mandat in Baiertal als auch in Schatthausen. Die CDU bricht um 7 % ein und ist nur noch aufgrund der Bevorteilung durch das Wahlsystem (unechte Teilortwahl) leicht vorne. In Wiesloch Kernstadt sind wir bereits stärkste Kraft. Die großen Wieslocher Streitfragen Äußere Helde und Umgehungsstraße bestimmen den Wahlkampf. Unsere klare Positionierung zahlt sich aus.

Hintere Reihe von links nach rechts: Jochen Dolderer, Dr. Gerhard Veits, Kai Schmidt-Eisenlohr, Michael Böhler
Vordere Reihe von links nach rechts: Ayfer Celik, Britta Eger, Susanne Merkel-Grau, Günter Schroth

 

2014 bis 2019

 

25,5 %, 6 Mandate – erstmals stärkste Kraft im Rat. Der Gemeinderat wurde durch die Abschaffung der unechten Teilortswahl von 32 auf 26 Sitze verkleinert, daher die geringere Sitzzahl trotz besserem Ergebnis. In dieser Wahlperiode mußte die Fraktion drei Wechsel verkraften. Die ursprünglich Gewählten Anna-Lena Gefäller, Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Britta Eger schieden aus ganz unterschiedlichen Gründen während der Wahlperiode aus. Das Foto zeigt die Fraktion am Ende der Wahlperiode.

Von links nach rechts: Dr. Gerhard Veits, Ayfer Celik, Susanne Merkel-Grau, Gabriela Lachenauer, Katharina Ebbecke, Andreas Hecker.

 

seit 2019

Immer mehr Bewußtsein für die Klimaproblematik, Fridays vor Future, aber auch die Sorge vor dem Erstarken der Rechten prägen dieses Wahljahr. Die Stimmung ist mit einer erfolgreichen Grün-geführten Landesregierung klar pro Grün. In Wiesloch kommt die für jeden erkennbare Lagerbildung Elkemann plus Unterstützer gegen uns hinzu. Wir legen nochmals zu, werden klar stärkste Kraft und schaffen eine große Distanz zu den anderen Parteien. 27,8 % bedeuten 8 Mandate (+2). Wir können wieder zwei neue, junge Gesichter in der Fraktion begrüßen und haben nach wie vor Frauenmehrheit. Susanne Merkel-Grau wird Stimmenkönigin.

Vordere Reihe von links nach rechts: Gabriela Lachenauer, Marion Schmidt, Susanne Merkel-Grau Sebastian Sauter.
Hintere Reihe von links nach rechts: Dr. Gerhard Veits, Andreas Hecker, Ayfer Celik, Katharina Ebbecke