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Riesenerfolg bei Gemeinderatswahl: 23,65 %|+3,1 %|8 Mandate

Das war ein Abend! Beinahe hätten wir sogar die CDU noch gepackt! Über Stunden lieferten wir uns in den "Hochrechnungen" ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU. Oft lagen wir vor den um 7,7% heruntergestutzten Konservativen. Nur ein Prozent Rückstand trennte uns zum Schluß vom Platz 1 in der Stadt. In der Kernstadt sind wir bereits heute die stärkste Partei. Mit 8 Mandaten gab es nochmals ein Mandat mehr. Dr. Gerhard Veits hat mit 6.143 Stimmen die meisten Stimmen aller Kandidaten erhalten, Susanne Merkel-Grau ist mit 4.142 Stimmen die Stimmenkönigin bei den Frauen. Danke an alle, die daran mitgewirkt haben.


Mit 23,65 % der Stimmen feierten die Wieslocher Grünen einen Riesenerfolg bei der Gemeinderatswahl. Dem Einbruch der CDU von - 7,7 % stand eine Steigerung um 3,1 % bei uns gegenüber. Die SPD haben wir mit noch deutlicherem Abstand wieder auf Platz 3 verwiesen. Im Folgenden heben wir besondere Aspekte des Ergebnisses und des Wahlkampfes heraus.


Das Ergebnis der Gesamtstadt

 

Stimmen

in %

+/-

Sitze

CDU

62.986

24,74

 - 7,71

 9 (-3)

Grüne

60.203

23,65

+ 3,12

 8 (+1)

SPD

51.363

20,18

+0,47

 7

Freie Wähler

43.999

17,28

+ 1,36

 6

WGF

14.757

5,80

- 0,04

 2

Frauenliste

8.246

3,24

+ 0,14

 1

FDP

13.025

5,12

+ 3,34

 1 (+1)


Diese Wahl setzt damit den ungebrochenen Aufwärtstrend der Wieslocher Grünen bei Kommunalwahlen fort. Unabhängig von bundespolitischen Stimmungen und Trends kann die grüne Arbeit vor Ort immer mehr Menschen erreichen und überzeugen. Insbesondere werden wir zurecht als Vertreter/innen von jungen Menschen und Familien mit Kindern wahrgenommen.

 

Das sind die bisherigen Ergebnisse der Grünen bei Gemeinderatswahlen, eine einzige Erfolgsgeschichte:

 

1984     7,90 %   (3 Mandate)

1989     9,34 %   (3 Mandate)

1994    17,32 %   (6 Mandate)

1999    18,56 %   (6 Mandate)

2004     20,53 %   (7 Mandate)

2009     23,65 %  (8 Mandate)

 

Die Wahl 2009 war geprägt durch die massiven Verluste der CDU, die aber nicht wie sonst an die Freien Wähler gingen, sondern entweder zu uns Grünen oder zur FDP, einer Partei, die bislang nicht im Rat vertreten war.

 

Grüne Positionen überzeugten

 

Dass wir in Wiesloch-Stadt mit 27 % inzwischen die stärkste Kraft sind, beweist die Richtigkeit unserer Politik. Die Mehrheit der Bürger verurteilt die Zerstörung der Äußeren Helde und will kein Parkhaus am Bahnhof oder gar eine unsinnige Umgehungsstraße. Das sind die Positionen, die wir im Wahlkampf klar herausgestellt haben.




Stimmen-Ranking: Green at its best

Das sind die 10 Bewerber/innen mit den höchsten Stimmenzahlen:

 

Dr. Veits, Gerhard (Grüne Platz 6)                  6.143

Dr. Castellucci, Lars (SPD Platz 1)                       5.689

Dr. Berdolt, Holger (FWV Platz 4)                        4.999

Schmidt-Eisenlohr, Kai (Grüne Platz 2)           4.998

Merkel-Grau, Susanne (Grüne Platz 1)           4.142

Wagner, Kurt (CDU Platz 4)                                4.087

Dr. Zeier, Fritz (FWV Platz 7)                               3.988

Deschner, Klaus (CDU Platz 2)                            3.978

Markmann, Karl-Heinz (CDU Platz 26)                 3.732

Sauer, Gerolf (CDU Platz 3)                                 3.673

 

3 Grüne unter den ersten 5, Dr. Gerhard Veits ist Spitzenreiter, Susanne Merkel-Grau die einzige Frau... das spricht für eine gute Spitzenmannschaft. Aber das ist nicht alles. Die ganze Liste war klasse. Das zeigen die nachfolgenden Grafiken.

 

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Hier finden Sie die offiziellen Ergebnisse aller Bewerber/innen.

 

Wiesloch wählt grün

hieß unser Wahlslogan und den haben die Wieslocher in der Kernstadt bereits 1:1 umgesetzt. Hier sind wir nämlich mit dieser Wahl stärkste Partei. In den Stadtteilen (noch) nicht. Die Ergebnisse für die einzelnen Stadteile:

 

Wiesloch-Stadt   Grüne 27,05 %, CDU 23,09 %, SPD 20,45 %, FWV 18,34 %

Baiertal              Grüne 20,70 %, CDU 32,95 %, SPD 24,58 %, FWV 14,25 %

Schatthausen    Grüne 17,16 %, CDU 28,50 %, SPD 21,71 %, FWV 25,17 %

 

In allen 3 Stadtteilen hatten wir Zugewinne zwischen 3 und 4 %. 

 

Greenlands - grüne Hochburgen

Schwache Bezirke gibt es eigentlich nicht mehr. Unsere Gewinne ziehen sich durch alle Wohngebiete. Dennoch stechen zwei Stadtgebiete mit besonders hohen grünen Ergebnissen ins Auge: Die Wohngebiete im Südosten der Stadt, die die Zerstörung der Äußeren Helde live erleben und die von einer Südumgehung bedroht sind. Sie haben unsere klaren Positionen honoriert:

 

Wahlbzk 01-001 Bürgerbüro              28,72 % (+ 7%)

Wahlbzk 01-014 Schillerschule           31,31 %

Wahlbzk 01-003 Grundbuchamt         38,01 % (+ 5%)

Wahlbzk 01-010 Merian Grundschule 39,34 %

 

Konsequenz: Im jetzt gewählten Gemeinderat gäbe es keine Mehrheit mehr für die Zerstörung der Äußeren Helde und die Enteignung zahlreicher Bürger.

 

Fast genauso erfolgreich aber sind wir in Altwiesloch, der Stadtteil der angeblich durch eine Umgehung entlastet werden soll. Hier honorieren die Wähler offensichtlich unsere ehrliche Position, die nichts verspricht, was eine neue Straße nicht halten kann.

 

Wahlbzk 01-015 Bürgerhaus Altwiesloch            25,34 %

Wahlbzk 01-016 Haus Silberberg                        29,82 %

 

Auch in Frauenweiler haben wir 1,6 % auf 11,05 % zulegt. Aber das ist eindeutig zu wenig. Zumal die dortige Wählergemeinschaft Frauenweiler nur geringe Verluste hinnehmen mußte und unverändert auf 2 Mandate kam. Die WGF ist aber in den vergangenen Jahren oft der rückschrittlichste Teil des konservativen Lagers gewesen und hätte für die Zerstörung der Äußeren Helde genauso eine Quittung erhalten müssen wie die CDU. Es war ein Fehler von uns, aus persönlicher Rücksichtnahme auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Georg Wittmer die direkte Auseinandersetzung mit seinen Nachfolgern nicht zu suchen. Viele Frauenweiler Wähler wissen schlichtweg nicht, was die beiden Herren jahrelang an Inhalten im Gemeinderat vertreten haben.

Hier die Auswertung der einzelnen Wahlbezirke als PDF.


Stammwähler wandern

Wie bedeutsam die kommunalpolitischen Themen für die Wähler sind, kann man am Vergleich der Europawahl mit GR-Wahl ersehen. Üblicherweise ist die Differenz für die Parteien leicht negativ, da zur Europawahl keine Wählervereinigungen antreten.  In Wiesloch tickt die Welt jedoch etwas anders:

 

                   Europawahl       GR-Wahl      Differenz

CDU              35,13                 24,74         - 10,39%

SPD               20,27                 20,18         - 0,09%

FDP               13,58                  5,12          - 8,46%

GRÜNE         19,06                 23,65         +4,59%

 

Am selben Wahltag entscheiden sich viele Stammwähler von CDU und FDP bei der GR-Wahl komplett anders und laufen in großen Schaaren auch zu uns über. Wir haben als einzige trotz der Konkurrenz der konservativen Wählervereinigungen und der Frauenliste einen positiven Saldo. Das spricht eine klare Sprache: Die Wähler verurteilen die bisherige Politik der CDU insbesondere die Zerstörung der Äußeren Helde und die Enteignung etlicher Bürger. Sie lehnen ein Parkhaus am Bahnhof ab und wollen mehrheitlich keine weitere Umgehungsstraße im Süden der Stadt.



Junge Leute oder 4 ist manchmal mehr als 7

Als die "Neuen für Wiesloch" präsentierten sich 7 "junge" CDU-Kandidaten (z.Tl. über 30 Jahre alt). Auf Plakaten und Homepage konnte man bestaunen, was sie mit denselben Sprüchen und Klischees alles besser machen würden als die Alten. Sehr deutlich konnte man zwischen den Zeilen lesen, dass sie sich mehr von den eigenen Altvorderen abgrenzen wollten als von anderen Parteien. So war ein Stimmzettel zu sehen, wo nur je 3 Stimmen für die "Jungen" vergeben wurden, die restlichen abgeblendeten CDU-Kandidaten erhielten keine Stimmen.

Wie kam das bei den Wählern an? 11.322 Stimmen haben die "7 Neuen" zusammen bekommen. Hört sich viel an. Ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass unsere 4 wirklich jungen Grünen Jochen (23), Viktor (20), Kai (30) und Simon (22) zusammen 500 Stimmen mehr bekamen. Gewählt wurde von den 7 nur 1, bei uns von vieren zwei. Klasse Jungs!

 

Mütter mit kleinen Kindern

Es gehört schon etwas Mut und viel Engagement dazu, mit Kindergarten- und/oder Schulkindern für den Gemeinderat zu kandidieren. Umso stolzer waren wir, dass sich mit Fritzi Schult, Katharina Ebbecke, Silke Walther, Melanie Kummerow, Antje Derendorf und Bärbel Kröhn so viele bereit waren, ihre und unsere Ziele mit ihrer Kandidatur zu untersützen. Das war einmalig in der Wieslocher Parteienlandschaft! Und genauso einmalig waren die guten Ergebnisse. Beispielhaft genannt seien:

 

Katharina Ebbecke 1.785 Stimmen (auf Platz 7 vorgewählt!)

Fritzi Schult             1.769 Stimmen (Platz 9)

Silke Walther          1.602 Stimmen (Platz 10)

 

Nur eine Tücke des Wahlsystem, das uns weitere Mandate in den Stadtteilen, aber nicht in der Kernstadt bescherte, verhinderte den Einzug in den Gemeinderat. Aber nächstes Mal gilt es!


Merhaba!

Vor 10 Jahren waren wir noch die Einzigen. Heutzutage verzichtet keine Liste mehr auf Kandidaten mit Migrationshintergrund. Erfolg bringt das aber nur, wenn einem die Wähler auch zutrauen, Politik für Migranten und Integration zu machen. Schauen wir mal.

 

CDU:           Erdönmez, Ender           950 Stimmen

Grüne:        Celik, Ayfer                   3.214 Stimmen (Gewählt)

SPD:           Dogan, Gönül                  694 Stimmen

FWV:           Bekyigit, Orhan            1.001 Stimmen

Frauen:       Ademir, Esra                    429 Stimmen

 

Klare Antwort! Ayfer stellt auch mit Ihrem persönlichem Stimmenergebnis das dar, was sie tagtäglich lebt: eine Brücke zwischen den Welten. Sie gewinnt bei türkisch-stämmigen Wählern genauso wie bei Ur-Wieslochern. Teşekkür ederim! Vielen Dank!

 

Rotes Viertele

Die sich gerne als Rotes Viertele bezeichenen Sozialdemokraten sind in Wiesloch schon lange in Wahrheit ein Fünftele. Hatten sie in den 80er Jahren noch Ergebnisse um die 30 %, so ging es in den vergangenen Jahren kontinuierlich bergab. Tiefpunkt 2004 mit 19,7 %, 2009 mehr oder minder dasselbe Ergebnis mit 20,18 % und konnte von den immensen Verlusten der CDU nicht profitieren. Das ist umso bemerkenswerter, als die Liste bewusst mit Kandidaten angereichert war, die im grünen Milieu fischen sollten. Von ihnen ist niemand gewählt worden. Es ist auch kein Geheimnis, dass wir Grüne kein gutes Verhältnis zur SPD haben und oft Ziel von Gehässigkeiten und Neidereien sind. Besonders hervor tut sich dabei Klaus Rothenhöfer, der die Fraktion immer noch dominiert. Der Wähler hat das längst durchschaut und entsprechend bewertet.

 

Stimmenzahl Klaus Rothenhöfer

1999  3.929 Stimmen            SPD 20,55 %

2004  3.117 Stimmen            SPD 19,71 %

2009  2.765 Stimmen            SPD 20,18 %

 

Ein unerwartet mäßiges Ergebnis hat auch ihr Spitzenkandidat Lars Castellucci erzielt, der schon voll im Bundestagswahlkampf nach Berlin schielt und hier noch schnell auf Stimmenfang im Gemeinderat und Kreistag ging.  Er erzielte als Spitzenkandidat 454 Stimmen weniger als der auf Platz 6 gesetzte Dr. Gerhard Veits.