Rodungen in der Äußeren Helde
Vielleicht ist an einem der kommenden Wochenenden schönes Wetter. Gehen Sie doch in der Äußeren Helde spazieren! Machen Sie sich selbst ein Bild davon, was die damalige 1-Stimmen-Mehrheit von CDU, Freien Wählern und WGF auf Teufel komm raus durchgesetzt hat.
Wir informieren hier über den aktuellen Sachstand wie auch über Hintergründe zu dieser verhängnisvollen Maßnahme.
Man erkennt relativ schnell Ausmaß und Unsinn der ganzen Planung. Während die wertvollen Grünbestände plattgedrückt bzw. gerodet sind, sind die freien Ackerflächen nicht betroffen. Die Streuobstwiesen in Verlängerung der Merianstraße werden durch die Bebauung dahinter abgeriegelt, so dass sie in weniÂgen Jahren ihre ökologische Wertigkeit komÂplett einbüßen und zu einer teuer zu pflegenden ParkÂlandschaft verÂkommen. Gerade der erste Bauabschnitte stellt die schwersten Zerstörungen im Ökosystem Äußere Helde dar. Details lesen Sie in Hintergründe und Fakten!
Die Tatsache, dass in einem solch wertvollen Bereich überhaupt gebaut werden darf, war nur mit einem Riesenschwindel möglich. Mehrere unabhängige Stellen (Landesanstalt für Umweltschutz, der Wieslocher NABU und auch das zunächst von der Stadt beauftragte Büro Rübsamen) hatten nämlich die hohe ökologische Wertigkeit von Fauna und Flora unabhängig voneinander belegt. Alle Begutachtungen kamen zu dem Urteil, dass die Zerstörung der Grünbestände in der Helde nicht ausgleichbar sind. Damit wäre die Bebauung des jetzt gerodeten 1. Bauabschnittes nicht möglich gewesen. Deshalb wurde für den jetzt gültigen Bebauungsplan ein neues Büro beauftragt. Mit dessen Hilfe hat die Stadt die ökologische Wertigkeit der Äußeren Helde herunter"begutachten" lassen.
Nach der neuen Einschätzung seien Bäume, Sträucher, Hecken und ihre Bewohner gar nicht so besonders wertvoll und würden in den kommenden Jahren immer weniger wert! Eine absurde Philosophie, die aber die heutige Bebauung erst ermöglichte. So werden die jetzt gerodeten Hecken und Bäume auch nicht etwa an anderer Stelle neu angepflanzt und ersetzt. Nein, der Ausgleich wird zum großen Teil rechnerisch erzielt. Das heißt stehengebliebene Hecken werden alle Jahre einmal zurückgeschnitten und künftig gepflegt. Dadurch soll das Gebiet im Nachhinein wertvoller sein als es als zuvor gewesen ist! Ein Riesenschwindel!
















