Freibadsanierung gelungen!
Das neue Freibad ist schön geworden. Aber wer erinnert sich noch daran, wie heftig umstritten die Sanierung war? Angeführt von Bündnis 90/Grüne, die als einzige Fraktion einhellig für die Sanierung stimmte, ergab sich eine knappe Mehrheit, die eine Sanierung ermöglichte und damit den langfristigen Erhalt des Bades sicherte. CDU, WGF und Frauenliste stimmten gegen eine Sanierung oder enthielten sich. Damit wird ein jahrelanger kommunalpolitischer Schwerpunkt der Grünen Fraktion erfolgreich verwirklicht.
Immer wieder waren es unsere Initiativen und Anträge, die die Leitlinien für das künftige Freibad festlegten, für eine Beibehaltung der heutigen Beckengröße sorgten und zuletzt auch einen attraktiven Kinderbereich vorschlugen.
Ehrlich gesagt, ich habe drei Kreuze gemacht, als der Tagesordnungspunkt Freibad durch war. Denn es war zum Schluss knapper als das Ergebnis zunächst vermuten lässt. 7 Stimmen von B90/Grüne, 6 SPD, 5 Freie Wähler und OB ergaben die 19 Ja-Stimmen, die eine Sanierung ermöglichen und damit den langfristigen Erhalt des Bades sichern. CDU, WGF und Frauenliste stimmten gegen eine Sanierung oder enthielten sich.
Besonders enttäuschend war dabei die Ablehnung der CDU, die ja in den letzten Sitzungen kaum zu übertreffen war, wenn es um verbale Bekenntnisse zum Freibad ging. Nun als es zum Rütlischwur kam, war das alles vergessen. Vergessen scheinbar auch, dass das Mitglied der CDU im Arbeitskreis Freibadsanierung Dieter Förster sämtliche Kostensteigerungen zuvor mitgetragen hatte. Einige (z.B. Einbau eines 6. Filters) hat Herr Förster sogar explizit gefordert. Meine Vorstellungen über einen abwechslungsreichen und für alle Altersgruppen attraktiven Kinderbereich hat er immer unterstützt. Wozu entsendet man einen Vertreter in einen AK, der in 5 Sitzungen stundenlang alles hinterfragt, überarbeitet und auch vieles kürzt, wenn sich anschließend niemand in der eigenen Fraktion um dessen Empfehlungen schert?
Kein Zeugnis gemeinderätlicher Beratungskunst war auch der Umstand, dass wir zum 3. Mal über den Antrag abstimmen mussten, die Wasserfläche zu verkleinern. Bei der Beratung über die Leitlinien der Sanierung war es die Verwaltung, die das Olympiabecken auf 6 Bahnen a 25 m verkleinern wollte, dann zum wiederholten Male zwei Spezialisten für Einsparungen außerhalb des eigenen Stadtteiles, die irgendwo 20 % der Wasserfläche kürzen wollten, wohlwissend dass man damit gerade 1,5 % der Investitionskosten einsparen kann. Nun hat die obige Mehrheit das verhindert und den Erhalt des heutigen Schwimmbades auch in Zeiten sehr knapper Kassen gesichert… aber eben war der Weg dorthin nicht.
Dr. Gerhard Veits
