Fachmarktzentrum
Noch vor der Sommerpause hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit den Bebauungsplan für das Fachmarktzentrum auf dem heutigen EnBW-Gelände beschlossen. Die grüne Fraktion hat diesen Beschluss mitgetragen, nachdem nicht nur alle von uns zuvor benannten Knackpunkte aus dem Weg geräumt waren, sondern wir wesentliche Züge des Bebauungsplanes vorgegeben hatten.
Unsere Position die wir vor 2 Jahren hierzu veröffentlicht hatten, finden Sie zum Vergleich mit dem Erreichten hier. Konkret ist jetzt folgendes beschlossen worden.
Neue Impulse für die Innenstadt - Ergänzung statt Verdrängung
Das OG des Fachmarktzentrums (FMZ) wird komplett von einem Elektromarkt belegt. Zusammen mit dem großen REWE Lebensmittelmarkt im EG werden damit der Großteil der Gesamtfläche von 2 Märkten belegt, die bislang im Stadtzentrum komplett fehlen. Damit wird unsere Zielsetzung, neue oder früher abgewanderte Geschäfte in die Innenstadt zurückzuholen, in die Tat umgesetzt. Weiterhin werden sich im EG ein dm-Markt, eine Apotheker, eine Bäckerei, ein Schuhgeschäft der Kette Deichmann und ein Takko Bekleidungsgeschäft befinden. Auf letztere hätten wir verzichten können, sehen aber keine große Bedeutung für die Innenstadt darin.
Anbindung an die Innenstadt
Unsere zentrale Forderung nach einer attraktiven fußläufigen Anbindung des FMZ an die Innenstadt konnten wir durchsetzen. Die Hauptstraße wird zwischen Sparkasse und JUZ zur Einbahnstraße. Man wird künftig nur noch Richtung Norden fahren können. Die westliche Seite wird ein kombinierter Bus-, Rad- und Fußgängerbereich. Das soll dazu führen, dass neue Kunden des FMZ den kurzen Weg in die Innenstadt zu Fuß bewältigen und dort ihre weiteren Einkäufe erledigen.
Urbanes Zentrum Stadtbahnhof
Vor und um den alten Stadtbahnhof wird ein autofreier Platz als klein-urbanes Zentrum entstehen. Platz für Außengastronomie und zusammen mit der ehemaligen Loge und dem ehem. Stadthotel ein städtebaulich schönes Ensemble. Unsere Zielsetzung ist es, von hier ausgehend über das ehemalige Gelände Ford Wagner eine auch bauliche Anbindung an die Untere Hauptstraße zu entwickeln. Die Voraussetzungen hierfür sind mit diesem Bebauungsplan FMZ geschaffen.
Ansichtssache
Geschmack ist bekanntlich Ansichtssache. Und gerade deshalb haben wir Sorge dafür tragen wollen, dass an dieser zentralen Blickachse gegenüber der Volksbank nicht ein 08-15 Betonklotz entsteht. Wir denken, dass ist durch die in mehreren Durchgängen immer wieder auf unsere Anregungen hin veränderte Planung auch weitgehend gelungen. Die Animationen zeigen die beschlossene Gestaltung des Gebäudes. Aber wie gesagt: Alles Geschmackssache.
Artenschutz gewährleistet
Sehr stark hat sich die grüne Fraktion auch dafür eingesetzt, dass die auf dem ehemaligen Bahntrassengelände lebenden Tiere (vornehmlich Eidechsen) geschützt und nicht vernichtet werden. Nachdem der NABU auf die geschützten Arten hingewiesen hatte, haben wir dafür Sorge getragen, dass der Investor eine korrekte Bestandserhebung durchführen lässt, Ausweichbiotope schafft und die Umsetzung der Tiere artgerecht erfolgt.
Tuchbleiche muss Wohngebietscharakter beibehalten
Die Verkehrserschliessung des FZM erfolgt über die nach Süden verschwenkte Bahnhofsstraße und über die Hauptstraße. Darüber wird der größte Teil des Verkehrs fließen. Die Straße Zur Tuchbleiche hätten wir gerne komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dafür war keine Mehrheit im GR zu finden. Das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten kam aber zu dem Ergebnis, dass auch mit anderen Maßnahmen (Einbahnstraße, Abbiegeverbote etc.) eine wesentliche Steigerung des Verkehrs zum und vom FMZ zu verhindern ist. Dafür haben wir uns weit möglichst eingesetzt.







