IMPRESSUM

Gähnende Leere - immense Kosten

Äußere Helde, Sachstand Dezember 2011

In der letzten GR-Sitzung mußte die mit der Vermarktung beauftragte Wüstenrot offenlegen, was wir Grüne schon lange ahnten: Die angeblich so immense Nachfrage an Grundstücken ist eine der vielen Lebenslügen, die dieses unsägliche Baugebiet begleiten. So hatten Vw und Bebauungsbefürworter jahrelang behauptet, es gäbe ein Mehrfaches an Anfragen nach Grundstücken als das Bebauungsgebiet überhaupt habe. Jetzt stellt sich das Gegenteil heraus.

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Von 121 Grundstücken sind gerade mal 31 verkauft. Für 36 Grunstücke gibt es nicht eine einzige Anfrage! Sämtliche Wohnhofprojekte haben Schwierigkeiten und bei 3 von 4 geht man davon aus, dass sie wohl nicht zustande kommen werden. Auch auf den 40 für Bauträger "reservierten" Grundstücken ist keine Aktivität zu erkennen. Im Baugebiet selbst herrscht 7 Jahre nach Inkrafttreten des Bebauungsplanes immer noch gähnende Leere.


Dies alles wiegt umso schwerer, da jetzt 1 Jahr vergangen ist, seitdem die letzten Rechtsstreitigkeiten durch eine immense Zahlung der Stadt an wenige enteignete Grundstückseigentümer beigelegt wurden. Zuvor hatte die Vw ja immer argumentiert, dass zwar Unmengen Interessenten vorhanden wären, niemand aber in dieser rechtsunsicheren Lage kaufen wollen. Auch das war pure (Selbst-)Täuschung.


Diese Entwicklung ist nach den massiven Eingriffen in die Natur, nach dem jahrelangen, ungerechten Enteignungsverfahren eine weitere Katastrophe. Wir hatten ja immer schon mit einem defizitären Abschluß dieses 1. Bauabschnittes gerechnet, aber die aktuellen Zahlen übertreffen auch unsere Befürchtungen bei weitem. Sogar wenn es geläge, alle Grundstücke des 1. BA bis Ende 2012 zu verkaufen, verbliebe ein Defizit von 8,5 Mio. €, das die Stadt zu tragen hätte.


Diese immense und für ein so kleines Baugebiet kaum vorstellbare Summe resultiert daraus, dass die Stadt durch die beschlossene "städtebauliche Entwicklungsmaßnahme" zunächst alle Grundstück erwerben bzw. enteignen "mußte". Durch die jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und die jetzt nicht vorhandene Nachfrage hat die Stadt aber keine Einnahmen aus Grundstücksverkäufen, so dass immense Zinszahlung für die aufgenommenen Kredite entstanden sind.


Weiterhin müssen die Eingriffe in die wertvollen Biotopbestände, die zum Teil ja komplett vernichtet wurden, aufwändig ausgeglichen werden. Hinzu kommen Gutachterkosten, Prozesskosten, die o.g. Zahlung an klagenden Alteigentümer... es ist ein einziges Dilemma.


Während auf der Befürwortseite, die uns das alles ja beschert hat, letzte Reste von Schönfärberei und tiefe Ratlosigkeit herrscht, wollen wir versuchen, gegen den Willen der Vw den Bebauungsplan zu ändern. Reihenhäuser kauft keiner, Nachfrage gibt es höchstens nach freistehenden Einfamilienhäusern.